Webinar und Präsentation: Digitale Zwillinge im Gesundheitswesen: Modellbasierte Präzisionsmedizin
Ein digitaler Zwilling im Gesundheitswesen ist eine virtuelle Repräsentation des Gesundheitszustands oder einer Pathologie eines Patienten bzw. einer Patientin. Digitale Zwillinge ermöglichen Echtzeit-Simulationen, Vorhersagen und klinische Entscheidungsunterstützung und werden jeweils für einen spezifischen Anwendungskontext entwickelt.
Digitale Zwillinge basieren überwiegend auf mechanistischen Modellen, die auf grundlegenden physikalischen oder biologischen Prinzipien beruhen. Zunehmend werden jedoch auch statistische Modellierungsansätze eingesetzt, um datengetriebene Aspekte abzubilden, sodass hybride digitale Zwillinge entstehen. Durch diese Konvergenz entwickelt sich das Konzept des digitalen Zwillings zu einer umfassenden Methodik für modellbasierte Präzisionsmedizin, indem Simulationstechnologien als digitale medizinische Produkte integriert werden.
Die Entwicklung solcher digitalen Zwillinge stellt eine komplexe, multidisziplinäre Herausforderung dar, bei der Technologien mit unterschiedlichen Reifegraden aufeinander abgestimmt und integriert werden müssen.
Webinar und Präsentation: Multimodale Exploration medizinischer Daten mit Agentic AI
Generative KI und Large Language Models (LLMs) sind heute sowohl in der akademischen Forschung als auch in der Industrie fester Bestandteil moderner Datensysteme. Eine zentrale Einschränkung von LLMs ist jedoch ihre Tendenz, nicht-faktische Ausgaben zu erzeugen – sogenannte Halluzinationen.
In diesem Vortrag werden aktuellen Ergebnisse zur Nutzung von Agentic-AI-Technologien für die multimodale Datenexploration in der Medizin präsentiert, bei der Datensätze heterogene Modalitäten umfassen, darunter strukturierte numerische Daten, unstrukturierte Texte und visuelle Inhalte.
Kurt Stockinger, Professor an der ZHAW School of Engineering, wird demonstrieren, wie agentische KI-Systeme eingesetzt werden können, um solche multimodalen Datensätze mittels natürlicher Sprache abzufragen. Dadurch erhalten medizinische Fachpersonen ein leistungsfähiges Werkzeug, um auf intuitive Weise neue Erkenntnisse über ihre Patientendaten zu gewinnen.
Webinar und Präsentation: PRECIOUS - eine Plattform zur Entwicklung und Evaluation präziser digitaler Therapien
Die Technologieinitiative PRECIOUS der Universitären Medizin Zürich (UMZH) [1,2] verfolgt das Ziel, das Design und die Evaluation von präzisen digitalen Therapien (Precision Digital Therapeutics, DTx) zu verbessern. Konkret unterstützt PRECIOUS Kliniker:innen und Forschende dabei, regulatorisch konforme edukative, verhaltensbezogene oder kognitive DTx zu entwerfen, zu bewerten und umzusetzen, inklusive patientenberichteter Ergebnisse und ökologischer Momentaufnahmen. So sollen hochwertige UMZH-Behandlungen effizienter gestaltet werden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen DTx nutzen Precision DTx verschiedene Datenströme, um hochgradig personalisierte, zeitgerechte Interventionen zu ermöglichen und so Unterstützung genau dann zu bieten, wenn Personen am empfänglichsten sind. Dieser Ansatz adressiert eine zentrale Schwäche aktueller DTx: die langfristige Bindung der Nutzer:innen.
In diesem Webinar gibt Prof. Kowatsch ein Update zum zweijährigen PRECIOUS-Projekt, einschliesslich einer Demo neuer Funktionen, etwa eines hybriden Regel- und LLM-basierten Chatbots, der modularen Integration von Model Context Protocol (MCP)-Servern und eines Adhärenz-Dashboard-Prototyps. Ausserdem wird ein Ausblick auf kommende Komponenten gegeben, darunter ein zweiseitiger Marktplatz für DTx-Interventionsbausteine.
Webinar und Präsentation: Ist die IT das Herzstück der Transformation des Schweizer Gesundheitswesens?
Erhalten Sie Einblick in eine neue Branchenstudie zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen
Basierend auf 23 Interviews mit Führungspersonen aus dem Gesundheitswesen zeigen Lukas Bieri (, Principal Architect ipt) und Noemi Haag (Marketing Managerin und Mitglied des IT-Gesundheitsexpertenteams, ipt) was es für ein zukunftsfähiges System wirklich braucht: bessere Interoperabilität, durchgängige Datenflüsse, mehr Kollaboration sowie eine gemeinsame Vision und Kultur des Wandels zwischen Medizin und IT.
Im Webinar werden zentrale Treiber, Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze beleuchtet sowie einen Blick auf den entstehenden Swiss Health Data Space und das Projekt DigiSanté geworfen, das in den kommenden Jahren vom BAG vorangetrieben wird.
Webinar und Präsentation: openEHR - nur ein weiterer Datenstandard?
Wie kann das Gesundheitswesen den Schritt von einer anwendungszentrierten zu einer wirklich datenzentrierten Systemarchitektur schaffen? Im aktuellen Digital Health Webinar zeigte Dr. Philipp Ackermann (ZHAW), wie openEHR als modellbasierter Ansatz Interoperabilität verbessert, Daten dauerhaft nutzbar macht und klinische Innovationen ermöglicht – von standardisierten Archetypen bis zur vendor-neutralen Datenplattform. Ein kompakter Einblick in Chancen und Herausforderungen moderner Gesundheits-IT.
Publikation: Collaborative Design and Development of a Patient-Centered Digital Health App for Supportive Cancer Care: Participatory Study
Digitale Gesundheitsinstrumente wie Smartphone-Apps haben das Potenzial, die unterstützende Krebsbehandlung zu verbessern. Ein nutzerorientierter Ansatz ist für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend, da er die Nutzerakzeptanz, Benutzerfreundlichkeit und Anwendung in klinischen Umgebungen verbessern kann.
Playbook: DHZ - Playbook zur Förderung digitaler Innovationen in Spitälern
Mit diesem Leitfaden skizzieren wir einen systematischen Ansatz zur erfolgreichen Implementierung digitaler Lösungen in Gesundheitsorganisationen wie Krankenhäusern.